20 Millionen Deutsche rauchen

Beitrag in E-Zigarette, Marktpotential

Rauchen im Wandel der Zeit

In den Industrieländern hat das Rauchen in den letzten Jahrzehnten stetig an Ansehen verloren. In Filmen der vierziger Jahre sind „harte Männer“ oder „elegante Salonlöwen“ immer Raucher, rauchende Frauen gelten als mondän und avantgardistisch. In Etikette-Ratgebern der fünfziger Jahre liest man häufig den Hinweis, ein guter Gastgeber solle vor einer Einladung die bevorzugte Zigarettenmarke seiner Gäste ausfindig machen und diese bereithalten. Heute erwarten Gastgeber selbstverständlich, dass Gäste zum Rauchen auf den Balkon gehen. Wer sich im Haus eines Nichtrauchers eine Zigarette anzündet, gilt als unhöflich, ja unsozial.

Die Zigarettenhersteller haben diesen Trend längst erkannt. Ihre größten Zuwächse erzielen sie heute in den Entwicklungsländern. Der Anteil der Raucher dort (und parallel einige Jahre später der Anteil der durch Rauchen verursachten Todesfälle) steigt ständig. In Korea rauchen inzwischen 68 Prozent aller Männer, in Russland 67 und in Bangladesh 60 Prozent.

In Deutschland rauchen laut der Studie „Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA) 2009“ ca. 30% der erwachsenen Bevölkerung, das entspricht ungefähr 20 Millionen Menschen. Danach liegt die Raucherquote bei den Männern bei 34%, während der entsprechende Anteil in der weiblichen Bevölkerung 26% ausmacht.